Sommerferien-Programm beim Angelsportverein Besigheim von Anja Witt Schon am ersten Tag der Anmeldemöglichkeit war die Liste fast voll! 25 Kinder zwischen 8 und 12 Jahren meldeten sich telefonisch beim Vorstand des ASV, Markus Haab, an. Am Freitag, dem 17. August 2012 trafen sich 9 engagierte Mitglieder des ASV zum Aufbau und erwarteten die 25 neugierigen Teilnehmerinnen und Teilnehmer. In der Zeit bis zum Mittagessen durften die Kinder in Gruppen verschiedene Stationen durchlaufen:
1. Gerätekunde Hier erklärten die beiden Nachwuchsangler Alex Hirschle und Marcel Haab, welche Ausrüstung zum Angeln benötigt wird und wie sie funktioniert. Auch über die Fischerprüfung, an der man frühestens mit 10 Jahren teilnehmen darf, wurde heiß diskutiert und viele Fragen gestellt und beantwortet. Zudem wurde über Schwimmer, Wobbler, Blinker, Twister und so weiter geredet. Manche Gruppen hatten am Ende doch ihre Probleme mit den vielen Fachbegriffen: Die Hakenlöser-Zange war plötzlich ein „Zangenlöser“ und der „Stahl-Haken-Fang“ war eigentlich ein Stahlvorfach. |  | 2. Kleintiere im Wasser Axel Palesch und Jugendwart Timo Veser haben schon im Voraus Kleinstlebewesen aus der Enz und dem Neckartalsee gefangen und präsentierten diese nun in Wassergläsern den interessierten Teilnehmern. Eigenständig wurden Steckbriefe und Namen zugeordnet. Danach erläuterte der Jugendwart die Besonderheiten jedes Lebewesens. Staunen verbreitete sich bei den Kindern: Was? Die Kamberkrebse atmen mit den Beinen? Jein – Fast richtig: Ihre Kiemen befinden sich an ihren Beinen. |  | 3. Fischkunde Der Vorstand des Angelsportverein Markus Haab und der Nachwuchsangler Simon Lober brachten den Kindern die Artenvielfalt der Fischwelt näher. Zudem wurden Nahrung, Verhalten, Körperbau und Lebensraum verschiedener Fische aus der Enz und dem Neckartalsee besprochen. |  | 4. „Casting“-Werfen Beim sogenannten Casting wird mit der Angel auf eine Zielscheibe geworfen. Dabei erläuterten Roland Steur und Hauptgewässerwart Hans-Peter Hirschle, welche Wurftechniken es gibt und was dabei zu beachten ist. Jedes Kind durfte mehrere Male mit der Angel zur Probe werfen. Anschließend wurden die Würfe gewertet. |
| 5. Quiz Nachdem die Gruppen alle Stationen durchlaufen hatten, durften sie ein Quiz ausfüllen. Es gab die Möglichkeit, einen Pokal zugewinnen! Die Fragen waren zum Teil wirklich kniffelig und nur von Profis zu beantworten. Wer hätte schon gewusst, dass Döbel Kirschen fressen? Oder hätten Sie gewusst, was eine sogenannte Perücke ist? |  |
Nach gegrillten Würstchen am Lagerfeuer durften die Kindern nun selbst Hand anlegen: Je zwei Kinder griffen sich gemeinsam eine Angelrute und versuchten ihr Glück selbst. Dabei waren die Paare stets in Begleitung und Betreuung der vielen Helfer des ASV Besigheim. Bei Fragen und Problemen konnten sich die Kinder an sie wenden. Jetzt lernten auch einige Kinder, was eine Perücke ist, denn nicht selten landeten die Köder auf einem Baum oder verhedderten sich in den Gebüschen am Ufer. So bildete sich ein Knäuel aus Angelschnur und Pflanzen, was man in der Angler-Umgangssprache „Perücke“ nennt. Nach fast drei Stunden Angelpraxis trafen sich alle noch einmal zum gemeinsamen Abschluss. Hans-Peter Hirschle kürte den 1. Platz, dessen Punkte sich aus Casting und Quiz zusammensetzten. Elena Klein, 12 Jahre alt, gewann den Pokal. Wenn du mindestens 10 Jahre alt bist, Spaß am Angeln hast oder du es einfach mal ausprobieren möchtest, dann melde dich beim 1. Jugendwart des Angelsportverein Besigheim: Timo Veser – 07143/2082454
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